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Tagesgeld im Test

Stiftung Warentest mit monatlichen Übersichten
Tagesgeld im Test
  • Zinssatz oft vom Anlagebetrag abhängig
  • Testsieger variieren monatlich
  • Bestes Tagesgeldkonto mit unverbindlichem Vergleich finden

Tagesgeld Test 2019: Bei welcher Bank lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto hat im Vergleich zum Girokonto den Vorteil, dass Sparer bessere Zinsen erhalten und gleichzeitig jederzeit auf ihr Geld zurückgreifen können. Viele Banken bieten bedingt durch die Niedrigzinsphase jedoch kaum einen akzeptablen Zinssatz an. Wo sich das Tagesgeld noch lohnt, zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2019

Tagesgeld im Test bei Stiftung Warentest: Welche Bank überzeugt 2019?

Da sich die Konditionen für das Tagesgeld ständig ändern, sind ausführliche Tests eher selten. Die Stiftung Warentest gibt monatlich eine Übersicht über aktuelle Angebote überregionaler Banken und deren Konditionen, beispielsweise im Juli 2019. Sie hilft dabei, ein passendes Tagesgeldkonto mit den besten Zinsen zu finden.

Für den Tagesgeld Test berücksichtigt die Stiftung Warentest nur Banken, bei denen Kunden keine Gebühren für die Kontoeröffnung und die Kontoführung zahlen müssen. Zudem darf das Tagesgeld nicht an die Eröffnung eines Girokontos oder an andere Bedingungen geknüpft sein. Auch Angebote ausländischer Banken mit besonderer Besteuerung sind außen vor.

Um eine Aussage über das beste Tagesgeldkonto tätigen zu können, vergleicht die Verbraucherorganisation den Zinssatz beziehungsweise die Rendite für einen Anlagebetrag von 5.000 Euro.

 

Zinsfalle vermeiden

Sparer sollten darauf achten, ob ihr Tagesgeldkonto eine sogenannte Zinstreppe beinhaltet. Dann gilt der beworbene Zins erst ab einem bestimmten Betrag. Selbst wenn Verbrauchern die Staffelung bewusst ist, erschweren Zinstreppen den Vergleich mit anderen Tagesgeld-Angeboten.

Die Testergebnisse im Tagesgeld Vergleich

Dem Test zufolge bietet die TF Bank aus Schweden mit dem Tagesgeldkonto „Tagesgeld“ den besten Zinssatz: Sparer erhalten 0,65 Prozent Zinsen. Dabei ist keine Mindestanlage notwendig. Im Vergleich zur Untersuchung von vor einem Jahr ist der Zins dabei um 0,1 Prozent gefallen. Damals erhielten Sparer noch 0,75 Prozent.

Während die TF Bank ihren ersten Platz im Jahresvergleich verteidigt, gibt es dahinter deutliche Verschiebungen. 2018 folgten die HSH Nordbank, Hoist Finance und CosmosDirekt mit einer Rendite zwischen 0,74 Prozent und 0,6 Prozent.

Im Juli 2019 sieht das Tagesgeld Ranking anders aus:

Bank Mindest­anlage in Euro Zinsen in Prozent
TF Bank 0 0,65
My Money Bank 0 0,61
Resurs Bank 500 0,60
Komplett Bank 5.000 0,60
Hoist Bank 1.000 0,55
Nordax Bank 2.000 0,55

(Quelle: Stiftung Warentest, Stand: 23. Juli 2019)

Weiterer Test der Stiftung Warentest zum Tagesgeld

Die Stiftung Warentest hat auch für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (01/2019) verschiedene Tagesgeldkonten unter die Lupe genommen. Anders als bei den monatlichen Untersuchungen wurden hierbei auch regionale Anbieter berücksichtigt, sodass über 130 Geldinstitute am Tagesgeldkonto Vergleich teilgenommen haben.

Die jeweiligen Banken müssen verschiedene Kriterien erfüllen, um überhaupt getestet zu werden, darunter:

  • Sitz in der Europäischen Union oder dem Europäischen Währungsraum
  • Einlagensicherung mit einer Obergrenze von mindestens 100.000 Euro
  • Top-Bewertungen renommierter Ratingagenturen wie Fitch und Moody´s

Obwohl keines der geprüften Konten einen Zinssatz von einem Prozent oder mehr bietet, findet der Vergleich in Anbetracht der Niedrigzinsphase einige lohnenswerte Angebote. Bei mehreren Tagesgeldkonten der Bank steht der entsprechende Kontoname in Klammern.

Bank Mindest­anlage in Euro Ein­lagen­siche­rung Zinsen in Prozent
TF Bank 0 Schweden 0,65
Resurs Bank 500 Schweden 0,60
Nordax Bank 2.000 Schweden 0,60
HSH Nordbank (Angebot „Flexgeld 24“) 0 Deutschland 0,52
Advanzia Bank 5.000 Luxemburg 0,50
Akbank („Online Tagesgeld“) 0 Deutschland 0,50

Die Übersicht zeigt, dass bei den Angeboten unterschiedliche Regelungen gelten, was die Sparsumme angeht. Hinzu kommt, dass einige Konten eine national beschränkte Einlagensicherung beinhalten. Das bedeutet, dass die Entschädigungssumme bei einer Insolvenz der Bank vom Wechselkurs abhängt. Vor Vertragsabschluss sollten sich Sparer daher genau über die entsprechenden Konditionen ihres Tagesgeldkontos informieren.

 

Monatliche Zinsgutschrift nutzen

Je nach Anbieter unterscheidet sich die Auszahlung der Zinserträge. Sparer können sich die Zinsen monatlich, viertel- oder halbjährlich beziehungsweise jährlich auszahlen lassen. Am lukrativsten ist es, sich die Zinsen monatlich auf das Tagesgeldkonto einzahlen zu lassen. So profitieren Kunden vom Zinseszins.

Stiftung Warentest vergleicht: Welche Banken bieten ein dauerhaft gutes Tagesgeld?

Neben den monatlichen Untersuchungen gleicht die Stiftung Warentest regelmäßig ab, welche Banken in den letzten zwei Jahren mindestens 20 Mal in den Tests überzeugt haben. Daraus ergibt sich ein Vergleich von derzeit neun dauerhaft guten Tagesgeldkonten:

Advanzia Bank – „Advanziakonto“
Akbank – „Online Tagesgeld“
Autobank – „Tagesgeld“
CosmosDirekt – „Tagesgeld Plus“
East West Direkt – „Tagesgeld“
Ikano Bank – „Fleks Horten Tagesgeld“
LeasePlan Bank – „Tagesgeld“
Moneyou – „Tagesgeld“
Renault Bank direkt – „Tagesgeld“

Sicherheit bei garantierter Rendite

Ein Tagesgeldkonto wird von den Finanzinstituten zu unterschiedlichen Konditionen angeboten. Manche Banken sehen bessere Zinsen für Neukunden vor, andere garantieren wiederum ihren Zinssatz nur für wenige Monate nach Kontoeröffnung. Zudem können sich die Zinssätze täglich ändern.

Tagesgeldkonten sind bei deutschen Banken über den Einlagensicherungsfonds geschützt. Sollte das Finanzinstitut zahlungsunfähig werden, entsteht Anlegern dadurch kein Schaden. Alle Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro sind hundertprozentig abgesichert.

Auch ausländische Finanzinstitute verfügen häufig über solche Absicherungen. Hier ist es jedoch ratsam, sich im Vorfeld genau zu erkundigen, um keinerlei Risiko einzugehen.

Jetzt persönlichen Tagesgeld Vergleich nutzen

Abhängig von der gewünschten Anlagedauer und vom Geldbetrag empfehlen sich meist unterschiedliche Banken mit ihrem Angebot zum Tagesgeld. Die Tests geben Interessierten somit einen guten Überblick, wo sie ihr Geld am besten anlegen.

Allein auf die Untersuchungen sollten sie sich jedoch nicht verlassen. Denn die Geldinstitute können die Zinsen jederzeit anpassen, sodass zwischenzeitlich eine andere Bank bessere Konditionen als der Testsieger bieten kann. Sinnvoll ist es daher, zusätzlich mit dem Vergleichsrechner weitere Tagesgeldkonten gegenüberzustellen.

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