0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 
finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Frage der Woche: Wie grün sind nachhaltige Geldanlagen?

Mit dem Ersparten zum Klimaschutz beitragen: Für viele Menschen gehört das inzwischen bei der Geldanlage dazu. Denn neben einer möglichst hohen Rendite wollen sie mit ihrem Geld etwas Gutes tun. Nachhaltige Geldanlagen und sogenannte grüne Banken erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit. Doch was genau hat es damit eigentlich auf sich und was bringt das?
Nachhaltige Geldanlagen werden immer beliebter
Zum Wohl der Umwelt: Grüne Geldanlagen fördern Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zunehmend an Bedeutung. Neben Fair-Trade-Produkten, Ökostrom und Elektroautos möchten viele Menschen auch bei der Geldanlage einen nachhaltigen Beitrag leisten. So kommt es einigen Sparern längst nicht mehr allein auf die Rendite an. Vielmehr achten sie darauf, ihr Geld so anzulegen, dass es nicht zur Förderung von Atomenergie, Kinderarbeit oder der Waffen- und Rüstungsindustrie verwendet wird.

Bundesweit gibt es inzwischen zahlreiche grüne Banken, die nachhaltige Geldanlagen anbieten. Die Summe dieser Investments hat sich in den letzten acht Jahren verzehnfacht, obwohl Deutschland im Ländervergleich noch hinterherhinkt. Das sollte jedoch kein Grund für vorschnelle Entscheidungen sein: Trotz aller guten Absichten können auch bei nachhaltigen Geldanlagen Stolperfallen lauern. Daher sollten Verbraucher, ähnlich wie bei anderen Anlageprodukten, klären, welche Ansprüche sie an ihre Geldanlage haben, und genau darauf achten, ob die gewählte Sparform wirklich so grün ist, wie der Anbieter verspricht.

Was ist bei nachhaltigen Geldanlagen wichtig?

Im Rahmen der diesjährigen Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit haben die Verbraucherzentralen einmal mehr auf ethisch-ökologische Geldanlagen aufmerksam gemacht. Sie verfolgen das Ziel, ökologische sowie soziale Geschäftsbereiche zu fördern und Sparern verschiedene Möglichkeiten nahezulegen, ihr Geld grün zu investieren. Die Anlageformen sind im Grunde die gleichen wie bei einer nicht-nachhaltigen Geldanlage. Deshalb ist auch bei der Auswahl eines geeigneten grünen Sparprodukts das passende Verhältnis zwischen Rendite, Risiko und Verfügbarkeit wichtig. „Grundsätzlich gibt es nachhaltige Geldanlagen in allen Anlage- und Risikoklassen“, betont Claudia Tober vom Forum Nachhaltige Geldanlage im Interview.

Unser Service für Sie

Machen Sie mit lukrativen Anlagen jetzt mehr aus Ihrem Geld.

Welche Produkte eigenen sich für eine grüne Geldanlage?

Generell können Sparer jede Anlageform nutzen, um ihr Geld nachhaltig anzulegen. Wem die Sicherheit beim Sparen besonders wichtig ist, sollte bei der grünen Geldanlage beispielsweise ein Tagesgeldkonto oder einen Sparbrief ins Auge fassen, bei dem der Grundbetrag des Ersparten über die Einlagensicherung in jedem Fall erhalten bleibt. Risikofreudigere Anleger können dagegen in Aktien, Investmentfonds oder Exchange Trades Funds (ETFs) investieren.

Vor allem die passiv gemanagten ETFs, bei denen ein Vergleichsindex möglichst genau nachgebildet wird, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Denn sie sind meist renditestark und bieten durch die breite Streuung oftmals ein überschaubares Risiko. Grün bedeutet jedoch nicht gleich sicher: Bei der nachhaltigen Geldanlage gibt es auch einige hochriskante Produkte, wie bestimmte Umweltinvestments. Dabei beteiligen sich Sparer mit ihrem Geld an Projekten wie Windanlagen oder Solarparks. Scheitern diese, ist das investierte Geld jedoch verloren.

Nachhaltig ist nicht gleich nahhaltig

Trotz aller Vorteile bei nachhaltigen Geldanlagen warnen Verbraucherzentralen Sparer jedoch zur Wachsamkeit. Auch wenn sich viele Unternehmen auf die Fahne schreiben, nachhaltige Geldanlagen zu ermöglichen, sollten sich Anleger genau anschauen, was damit gemeint ist. Denn vorgeschriebene Mindeststandards gibt es für die Bezeichnung „nachhaltig“ nicht. So nehmen einige Unternehmen bestimmte Grundsätze nicht allzu ernst.

Die Verbraucherzentrale Bremen hat 14 grüne Kreditinstitute unter die Lupe genommen, nur drei von ihnen befolgen alle geprüften Ausschlusskriterien. So achten alle Banken darauf, keine Geschäfte mit Unternehmen zu machen, die gegen Arbeits- und Menschenrechte verstoßen. Beim Klimaschutz sind einige Institute dagegen nachlässig. Unter anderem investieren sie weiterhin in fossile Energieträger oder Atomenergie. Demnach sollten sich Sparer beim Abschluss ihrer grünen Geldanlage genau erläutern lassen, nach welchen Grundsätzen die Bank arbeitet.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.