Kreuzbandriss beim Hund: Mit diesen Kosten müssen Hundehalter rechnen.

Ein Kreuzbandriss kann jeden Hund treffen. Im Normalfall kann das geschädigte Knie nur durch einen operativen Eingriff heilen. Die Kosten für eine solche Operation sollten Hundehalter nicht unterschätzen. Eine Hundekrankenversicherung fängt teure Behandlungen auf.

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Dieser Ratgeber zum Thema Kreuzbandriss beim Hund beantwortet folgende Fragen:

Was kostet ein Kreuzbandriss beim Hund?

Ein Kreuzbandriss beim Hund ist eine ernstzunehmende Angelegenheit, die Hundebesitzer nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Wird der Kreuzbandriss nicht richtig behandelt, müssen Hundebesitzer mit weitreichenden Folgeschäden rechnen. Arthrose beziehungsweise eine dauerhafte Lahmheit des geliebten Tieres sind dabei keine Seltenheit.

Je nachdem, für welche Behandlungsmethode sich Hundebesitzer entscheiden, müssen sie mit mehreren hundert Euro Tierarztkosten rechnen. Allein für die reine Operation können je nach Spezialist über 2.000 Euro anfallen.

Allerdings bleibt es nicht bei den genannten Kosten: Im Rahmen der Nachsorge sind häufig mehrere Arztbesuche erforderlich, in denen der Tierarzt den Heilungsprozess regelmäßig überprüft. Zusätzlich dazu fallen Kosten für notwendige Medikamente und Ausgaben für die Physiotherapie an.

Achtung:

Ab Oktober 2022 wird die Behandlung des Lieblings teurer. Denn dann steigen die Gebühren der Tierärzte. So verdoppeln sich beispielsweise die Kosten für eine einfache Untersuchung.

Welche Versicherung übernimmt die Kosten?

Bei Kosten von bis zu 2.000 Euro müssen nicht wenige Hundebesitzer bei der Diagnose Kreuzbandriss ordentlich durchatmen. Zwar würden die meisten Halter ohne jedes Zögern eine geplante Neuanschaffung oder Urlaubsreise für das Familienmitglied opfern. Doch das muss nicht sein: Denn eine Hundekrankenversicherung oder eine Hunde-OP-Versicherung übernimmt die Kosten für die Operation eines Kreuzbandrisses.

Die Hundekrankenversicherung kommt für ambulante und stationäre Behandlungs- und OP-Kosten auf. Eine Hunde-OP-Versicherung ist im Vergleich dazu günstiger, wie der Tarifvergleich zeigt. Sie übernimmt jedoch nur die Operationskosten. Für weitere Behandlungen in der Tierarztpraxis zahlt sie nicht.

Die Versicherer unterscheiden sich dabei, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe sie die Tierarztkosten erstatten. Entsprechend wichtig ist es, mehrere Tarife miteinander zu vergleichen.

Welches ist die beste Behandlungsmethode: TTA oder TPLO?

TTA

Bei der TTA-Operation (Tibial Tuberosity Advancement) nimmt der Tierarzt beim Hund einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose vor. Bei dieser Operationsmethode wird durch eine Umstellung des Unterschenkels erreicht, dass das vordere Kreuzband nicht mehr erforderlich ist.

Abhängig davon, wie die Operation verlief, ist eine Nachoperation erforderlich. Aber trotz vorhandener Nachteile sind die Erfolge dieser chirurgischen Versorgung deutlich höher als bei anderen Behandlungsformen.

Je früher die TTA-Operation durchgeführt wird, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit für Folgeschäden wie Arthrose oder Meniskusschaden.

Für die OP müssen Hundebesitzer zwischen 1.400 Euro und 2.000 Euro einplanen. Auf sie kommen zusätzliche Kosten für Arzneimittel, Verbands- und Nahtmaterial zu.

TPLO

Neben der TTA ist die weitverbreitete TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy) eine weitere Behandlungsmethode für einen Kreuzbandriss beim Hund. Bei dieser Methode wird der Knochen soweit mit einer speziellen Knochenplatte modifiziert, dass sich der Ober- und Unterschenkel bei Belastung nicht mehr verschieben können. Auch hier wird das gerissene Kreuzband selbst nicht operiert. Eine TPLO kann bis zu 2.000 Euro kosten.

Künstliches Kreuzband beim Hund einsetzen

Gerade bei kleineren Hunden wird oftmals ein künstliches Kreuzband eingesetzt, entweder direkt im Knie oder außerhalb des Gelenks (Tight Rope-Methode). Der entscheidende Nachteil dabei ist jedoch, dass die neuen Bänder wieder reißen können. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 1.000 Euro.

Wie erkennt der Tierarzt einen Kreuzbandriss beim Hund?

Hegt der Hundehalter den Verdacht auf einen Kreuzbandriss bei seinem Hund, etwa weil dieser lahmt, muss er unverzüglich einen Tierarzt konsultieren, um mögliche Folgeschäden für das Tier frühzeitig zu vermeiden

Ob tatsächlich ein Kreuzbandriss vorliegt, findet der Mediziner in der Regel mithilfe des sogenannten Schubladentests heraus. Mit diesem Verfahren wird die Beweglichkeit des Kniegelenks getestet. Dafür wird der Unterschenkel des Hundes in Richtung der Vorderbeine gezogen. Lässt sich der Unterschenkel ohne Widerstand wie eine Schublade nach vorne ziehen, liegt vermutlich ein Kreuzbandriss des vorderen Bandes vor. Im Vergleich zum vorderen Kreuzband reißt das hintere eher selten.

Bei größeren Hunden kann der Test aufgrund der höheren Muskelmasse allerdings zu verfälschten Ergebnissen führen. Daher wird zur Diagnose zusätzlich eine Röntgenaufnahme hinzugezogen.

Welche Symptome deuten auf einen Kreuzbandriss hin?

Eine plötzliche Veränderung beim Gangbild des Hundes kann ein erster Hinweis auf einen Kreuzbandriss sein. Es kommt durchaus vor, dass die Beschwerden in kurzer Zeit von selbst wieder verschwinden. Das angerissene Band kann jedoch bei der nächsten ruckartigen Bewegung plötzlich reißen. Ein weiteres Anzeichen für Kreuzbandriss ist, dass der Hund das verletzte Hinterbein heranzieht und nicht mehr auf den Boden aufsetzt.

Diese Symptome können außerdem auftreten:

Kreuzbandriss beim Hund: Operation oder nicht?

Ob der Vierbeiner nach einem Kreuzbandriss oder -anriss operiert werden sollte, hängt im Wesentlichen von der Hunderasse ab. Kleine Hunde können grundsätzlich durch ein nicht-chirurgisches Verfahren behandelt werden. Spezielle Fütterung, Physiotherapie und Medikamente können eine schmerzfreie Belastung des Kniegelenks ermöglichen.

Verzichten Hundebesitzer jedoch auf eine Operation, gehen sie das Risiko ein, dass ihr Hund einen Meniskusschaden oder anderer Folgeschäden davonträgt. Schlimmstenfalls kann es durch falsche Belastung zu einem weiteren Kreuzbandriss in einem anderen Kniegelenk kommen. Hundehalter sollten sich daher genau zu den Vor- und Nachteilen einer konservativen Behandlungsmethode informieren.

Heilungsdauer beim Kreuzbandriss – Wann ist mein Hund wieder fit?

Je nach Behandlungsmethode dauert die Heilung beim Kreuzbandriss zwischen vier Wochen und drei Monate.

Diese Kriterien spielen außerdem eine entscheidende Rolle:

  • Wie schlimm war der Kreuzbandriss?
  • Welches der beiden Bänder war betroffen?
  • Wurde der Hund operiert?
  • In welcher körperlichen Verfassung befindet sich der Hund?
  • Wie alt und fit war der Vierbeiner vor der Operation?

Unabhängig davon, welche Behandlungsmethode angewandt wurde, müssen Hundebesitzer ihrem vierbeinigen Freund nach einem Kreuzbandriss absolute Ruhe gönnen. Schmerzmittel, konsequente Physiotherapie sowie Knorpelaufbaupräparate unterstützen den Heilungsprozess.

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