Frau verschränkt die Arme
Josephien Albrecht
Josephien Albrecht

Content-Managerin

Nachbarschaftsstreit

„Trautes Heim, Glück allein“ - so lautet vermutlich das liebste Motto der Deutschen. Doch nahezu die Hälfte aller Mieter und Hausbesitzer in Deutschland sagt, dass ihre Nachbarn sie gelegentlich nerven.

Inhaltsverzeichnis:

Nachbarschaftsstreit – Die 5 häufigsten Streitpunkte zwischen Nachbarn

Wir Deutschen haben es gern ruhig und ordentlich. Rund 300.000 Klagen zu Nachbarschaftsstreitigkeiten im Jahr belegen, dass Nachbarn auf jeden Fall bereit sind, ihre Rechte auch vor Gericht durchzusetzen. Die Einstellung „leben und leben lassen“ könnte zwar vieles vereinfachen – alles müssen geplagte Nachbarn jedoch nicht erdulden.

finanzen.de zeigt auf, welche Umstände am häufigsten zu Streitigkeiten führen. Wir geben nützliche Tipps, wie Streit vermieden werden kann und worauf man achten sollte, wenn es brenzlig wird. Außerdem zeigen wir, welche Rechte und Pflichten Bewohner haben und wie sie sich im Ernstfall wehren können.

Ist ein Streit erst entbrannt, werden Nachbarn sensibel und beobachten ganz genau, was der andere macht. Im schlimmsten Fall greifen sie dann zu unfairen Mitteln und heizen die negative Stimmung noch an.

Die folgenden Beispiele zeigen, welche Konflikte zwischen Nachbarn entstehen können:

 

Mann steht vor einem Auto

In einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftag der Gothaer zeigten sich die Norddeutschen am streitlustigsten. Insgesamt hatte bundesweit fast jeder Zweite bereits Ärger mit dem Nachbarn.

  • Bundesdurchschnitt - 46%
  • Nord - 54%
  • Bayern - 43%
  • Baden-Württemberg - 45%
  • Mitte - 46%
  • Nordrhein-Westfalen - 47%
  • Ost - 41%

Was Sie unbedingt wissen sollten

Meistens wissen Nachbarn gar nicht, dass Sie sich gestört fühlen. Sagen Sie freundlich, aber bestimmt, was Sie gern anders hätten. Wenn es zu einem Streit kommt, sollten Sie nicht die Fassung verlieren und Ruhe bewahren. Nichts ist schlimmer, als wenn sich ein Streit hochschaukelt, weil ein paar schnell gesagte Worte missverstanden werden. Auch das Zitieren gesetzlicher Regelungen und das Drohen mit dem Anwalt bewirken eher das Gegenteil und lassen die Fronten sich verhärten.

Sollte sich Ihr Nachbar weiterhin stur stellen, können Sie das Ordnungsamt einschalten. Erst wenn abzusehen ist, dass sich an der Situation nichts ändert, sollten Sie juristische Mittel einsetzen. Seien Sie auf jeden Fall darauf vorbereitet, dass Ihr Nachbar auch größere Geschütze auffährt. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt eine Rechtsschutzversicherung haben, um finanzielle und juristische Unterstützung zu erhalten. Denn eine Auseinandersetzung vor Gericht kann Sie viel Geld kosten.

Die Top 3 der Ursachen für Nachbarschaftsstreit:

Prozent
Lärmbelästigung
Prozent
Falsch geparkte Autos
Prozent
Nichteinhaltung Pflichten der Nachbarschaft

So vermeiden Sie Konflikte:

  • Suchen Sie das persönliche Gespräch.
  • Tragen Sie Ihr Anliegen ruhig und sachlich vor.
  • Bleiben Sie konstruktiv.
  • Nehmen Sie Rücksicht aufeinander.
  • Gehen Sie höflich und vertrauensvoll miteinander um.
  • Kündigen Sie eventuell störende Vorhaben vorher an.
  • Unterstellen Sie Ihren Nachbarn keine böse Absicht.