Josephien Albrecht
Josephien Albrecht

Content-Managerin

Altersgerechtes Wohnen im Smart Home

Smart Home bedeutet nicht nur Komfort in jungen Jahren. Altersgerechte, vernetzte Assistenzsysteme ermöglichen auch ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Was ist heute schon alles möglich? Wozu raten Experten? Und wie aufgeschlossen sind die Deutschen der technischen Unterstützung im Alter gegenüber? Eine Studie zum smarten Wohnen:

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK:

  • Die Akzeptanz gegenüber Smart Home zum altersgerechten Wohnen ist extrem hoch: 8 von 10 Deutschen ziehen die Nutzung in Erwägung oder sind überzeugt.

Die Lebenserwartung steigt, gleichzeitig bleiben die Menschen in Deutschland länger geistig fit. Für viele ist es eine Herzensangelegenheit, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Körperliche Einschränkungen machen dies mit zunehmendem Alter jedoch oft schwer. Der steigende Bedarf an Pflegekräften ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung, die es weiterhin zu meistern gilt.

Altersgerechte, technische Assistenzsysteme, Ambient Assisted Living (AAL) genannt, können Alltagstätigkeiten erleichtern oder ganz übernehmen – nicht nur im Alter.

Viele Menschen sind auf Angehörige angewiesen, um nicht ins Pflegeheim ziehen zu müssen. Smart Home Lösungen entlasten nicht nur Familie, Freunde und Bekannte, sondern bieten auch mehr Sicherheit und Selbstständigkeit für den Senioren.

In einer Studie mit 1.121 Teilnehmern haben wir in Erfahrung gebracht, wie groß die Akzeptanz gegenüber AAL bereits ist, in welchen Zielgruppen sie besonders hoch ist und was für viele noch gegen den Einsatz smarter Alltagsgeräte spricht.

Was ist im altersgerechten Smart Home schon alles möglich?

Akzeptanz gegenüber AAL in Zahlen

Zur Ermittlung der Akzeptanz smarter Assistenzsysteme zum altersgerechten Wohnen haben wir die 1.121 Teilnehmer dieser Studie gefragt: Planen Sie, mit dem Einsatz von Smart Home Geräten Ihren eigenen Lebensabend zu erleichtern? 

Wie zu erwarten, waren derzeitige Nutzer von Smart Home Geräten hier überzeugter. Im Alter definitv smarte Geräte nutzen wollen 54,5% von ihnen. In Erwägung ziehen es weitere 40,69%.

Gegen diesen Spitzenwert von 95,19%, die dem AAL gegenüber somit sehr positiv gestimmt sind, ist die Unsicherheit bei den derzeitigen Smart Home Nicht-Nutzern höher. 68,3% der Menschen ohne smarte Geräte ziehen eine Nutzung im Alter dennoch in Erwägung, nur 4,5% davon sind sich einer Nutzung definitiv sicher.

Senioren und Smart Home – passt das zusammen?

Trotz des allgemeinen Zuspruches gegenüber der Nutzung von Smart Home Geräten zum altersgerechten Wohnen planen nur wenige Nutzer, ihren Eltern oder Großeltern die smarte Technik zu empfehlen.

  • 10% haben ihren Eltern zum Kauf smarter Geräte geraten.
  • 5,1% antworteten, dass ihre Elten bzw. Großeltern sich bereits selbst Smart Home Geräte zugelegt hätten.
  • 5,4% haben ihren (Groß-)Eltern bereits smarte Geräte installiert.
  • 26,3% denken zumindest über eine Empfehlung smarter Geräte nach. Und ganze
  • 53,2% wollen ihren Eltern keine smarten Geräte zum altersgerechten Wohnen empfehlen.

Smart Home für Senioren: Sinnvoll oder riskant?

  • David Wulf

    Home & Smart Geschäftsführer

Top-Gründe gegen die Nutzung von Smart Home nach Alter

Alter 70+

  1. Ich bin vom Nutzen noch nicht überzeugt.
  2. Ich interessiere mich nicht für Smart Home.
  3. Ich hatte noch keine Zeit mich damit zu beschäftigen.
  4. Mir sind die Kosten zu hoch.

 

Alter 40 bis 69

  1. Ich hatte noch keine Zeit mich damit zu beschäftigen.
  2. Ich bin vom Nutzen noch nicht überzeugt.
  3. Ich fürchte Hackerangriffe.
  4. Mir sind die Kosten zu hoch.

 

Alter 20 bis 39

  1. Mir sind die Kosten zu hoch.
  2. Ich hatte noch keine Zeit mich damit zu beschäftigen.
  3. Ich interessiere mich nicht für Smart Home.
  4. Ich fürchte Hackerangriffe.

Gesetzliche Krankenkassen fördern AAL

  • Milorad Pajovic

    Head of Care Research and Innovation bei der DAK

Unter den 25% der Teilnehmer, die bereit wären mehr als 1.000 Euro in die altersgerechte Umrüstung mittels Smart Home zu investieren, würden:

  • 13,9% bis zu 3.000 Euro
  • 7,9% bis zu 5.000 Euro
  • 1,1% bis zu 8.000 Euro und
  • 2,1% mehr als 8.000 Euro ausgeben.

Förderung: Sparen bei der AAL-Integration

  • Christian Grunewald

    Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein

Wohneigentum oder Miete – Akzeptanz gegenüber AAL in Zahlen

Sowohl bei den Männern als auch den Frauen sind Teilnehmer mit Wohn-Eigentumsplänen von der Nutzung des Smart Homes zur Unterstützung im Alter überzeugter.

  • 91,54% der Männer mit Wohn-Eigentumsplänen wollen Smart Home fürs altersgerechte Wohnen nutzen oder ziehen es zumindest in Erwägung.
  • 86,49% der Frauen mit Wohn-Eigentumsplänen wollen Smart Home fürs altersgerechte Wohnen nutzen oder ziehen es zumindest in Erwägung.

Männer sind dabei sicherer, dass sie Smart Home definitiv im Alter nutzen werden (46,92% der männlichen Eigentumsplaner sind sich sicher, 44,62% ziehen es in Erwägung). Bei Frauen ist der Anteil der es noch zweifelnd in Erwägung ziehenden größer (59,46% ziehen es in Erwägung, 27,03% sind sich sicher).

Unter den Mietern, die derzeit keine Wohneigentumspläne haben, sind immer noch 70,75% der Nutzung smarter Geräte zum altersgerechten Wohnen gegenüber positiv gestimmt.