Rechtsschutzversicherung für Familienrecht

Unterstützung bei Scheidung und Erbfällen
Rechtsschutzversicherung für Familienrecht
  • Erstattung von Mediation
  • Unterstützung bei Unterhaltsstreitigkeiten
  • Übernahme von Anwalts- und Gerichtskosten

Rechtsschutzversicherung bei Familienrecht und Erbrecht

Eine normale Rechtsschutzversicherung leistet bei Familienrecht und Erbrecht in der Regel – wenn überhaupt – nur für die Erstberatung durch einen Anwalt. Wer sich weitere Leistungen wünscht, muss entsprechende Bausteine vereinbaren. Jedoch gibt es nur wenige Anbieter, die bei Scheidung, Streit um den Unterhalt oder das Erbe Tarife anbieten.

Familienrecht - Scheidung
Scheidung mit Mediation verhindern

Warum eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht?

Eine Rechtsschutzversicherung springt bei einem Rechtsstreit für anfallende Anwalts- und Prozesskosten ein, unabhängig davon, ob der Prozess verloren oder gewonnen wird. Der Rechtsschutz lässt sich dabei für unterschiedliche Gebiete vereinbaren, etwa Privat-, Berufs- oder Verkehrsrechtsschutz. In Anbetracht von fast 170.000 Ehen, die 2013 geschieden wurden, wünscht sich so mancher jedoch auch eine Rechtsschutzversicherung, die den Bereich Familienrecht abdeckt. Denn nicht immer verläuft das Ende einer Ehe harmonisch. Allerdings bieten nur die wenigsten Versicherer eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht an.

Rechtsschutzversicherung für Familienrecht vergleichsweise teuer

In vielen Basistarifen leisten Rechtsschutzversicherer zwar auch bei Streitigkeiten, die das Familienrecht betreffen. Doch die Leistungen sind sehr eingeschränkt, oftmals wird nur die Erstberatung erstattet. Die Übernahme weiterer Kosten ist ausgeschlossen. Warum ein Großteil der Anbieter darauf verzichtet, auch bei Streitigkeiten rund um Scheidung oder Unterhalt zu zahlen, hat einen einfachen Grund: Das Risiko, dass der Versicherungsfall eintritt, ist vergleichsweise hoch. Zudem kann sich ein Scheidungs- oder Unterhaltsprozess sehr lange hinziehen, wodurch der Versicherungsgesellschaft hohe Kosten entstehen. Daher sind die wenigen Angebote für Interessierte auch recht teuer.

Nur wenige Anbieter bieten Rechtsschutz für Familienrecht

Wer einen Anbieter findet, dessen Rechtsschutzversicherung auch Familienrecht einschließt, kann den Tarif normalerweise nicht als Einzelpolice vereinbaren. Vielmehr ist ein Kombivertrag etwa zusammen mit einer Privatrechtsschutzversicherung erforderlich. Zudem gelten bei Scheidung lange Wartezeiten, beispielsweise drei Jahre. Kommt es in dieser Zeit zu einem Scheidungsprozess, müssen Versicherte die Scheidungskosten selbst zahlen. Hinzu kommt, dass die Erstattung an Obergrenzen gebunden sein kann. Sind diese erreicht, zum Beispiel 30.000 Euro, müssen alle weitere Kosten in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit aus eigener Tasche gezahlt werden. 

 

Stolperfalle: Achtung - Rechtsschutzversicherung kann Leistungen verweigern

Rechtsschutzversicherungen dienen der Vorsorge. Daher leisten Anbieter nicht, wenn der entsprechende Rechtsstreit bereits eingetreten ist oder sich anbahnt. Interessierte sollten sich daher frühzeitig um den passenden Rechtsschutz kümmern, um Leistungsverweigerungen zu vermeiden.

Rechtsschutzversicherung hilft bei Streit um Unterhalt

Geht eine Ehe in Streit auseinander, sorgt nicht selten die Frage nach dem Unterhalt für Konflikte. Eine Rechtsschutzversicherung kann auch hier weiterhelfen, wenn die Ehepartner ihre Differenzen vor Gericht austragen. Jedoch ist es dazu notwendig, die entsprechenden Leistungen bei Vertragsabschluss vereinbart zu haben. Das bedeutet, nur wer eine spezielle Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, die den Bereich Unterhalt abdeckt, kann Leistungen erwarten. Diese beschränken sich allerdings nicht nur auf die Zahlungsverpflichtungen zwischen Ehepartnern, sondern schließen auch

  • Unterhaltforderungen des Sozialamts für Pflegeheimkosten der Eltern (Elternunterhalt)
  • Unterhaltszahlungen des Vaters (Vaterschaftsklage)
  • Unterhaltsforderungen der Kinder ein.

Wie beim Rechtsschutz für Familienrecht gelten bei dieser Form der Rechtsschutzversicherung  vergleichsweise lange Wartezeiten sowie Erstattungsgrenzen.

Scheidung: Leisten Versicherer bei Mediation?

Statt vor Gericht zu gehen, haben Streitparteien auch die Möglichkeit, ihre Konflikte mithilfe einer Mediation zu lösen. Im Vergleich zu einem gerichtlichen Verfahren kann es bei Mediation zu einer schnelleren Einigung kommen. Zudem können die Gespräche mit einem Mediator in der Summe je nach Streitwert wesentlich günstiger sein als der juristische Weg. Einige Anbieter übernehmen die Kosten für Mediation sogar dann, wenn diese einen nicht versicherten Bereich wie Scheidung bzw. Familienrecht betreffen. Interessierte sollten hier einen genauen Blick auf die Versicherungsbedingungen werfen. Gleiches gilt für Personen, die eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Familienrecht abschließen wollen. Ihnen ist zu empfehlen bei den Bedingungen darauf zu achten, dass Mediation abgedeckt ist.

 

Redaktions-Tipp: Umfangreiche Infobroschüre zu Mediation

In der Infobroschüre „Es muss nicht immer vor Gericht enden – Wie Mediation beim Familienstreit hilft“ erfahren Verbraucher ausführlich, was Mediation bei Streit zwischen Paaren leisten kann.

Lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung für Familienrecht?

Eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Familienstreitigkeiten kann sich langfristig auszahlen, insbesondere dann, wenn der Rechtsstreit lang und teuer wird. Aufgrund der hohen Kosten ist die Entscheidung für den Versicherungsabschluss jedoch genau abzuwägen. Es empfiehlt sich daher, sich ein individualisiertes Angebot von einem Experten erstellen zu lassen, da dieser in der Regel den besten Marktüberblick hat.

Rechtsschutzversicherung hilft bei Erbrecht nur bedingt

Auch in Sachen Erbrecht kann einen Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein. Denn nicht selten bricht ein erbitterter Streit unter Angehörigen über das Erbe aus, etwa wenn einige unter ihnen das Gefühl haben unfair behandelt worden zu sein oder sich Verwandte plötzlich melden und ihren Anspruch geltend machen, obwohl sie sich in den letzten Jahren vor dem Tod des Verstorbenen rar gemacht haben. Doch ähnlich wie bei der Rechtsschutzversicherung für Familienrecht gibt es auch beim Erbrecht kaum ein Unternehmen, das in diesem Fall umfangreiche Leistungen anbietet. Gerade beim Erbe kann es um hohe Streitwerte gehen, die sich wiederum auf die Höhe der Prozesskosten auswirken. Nur wenige Versicherer sind daher bereit, dieses Risiko zu übernehmen.

Mit welchen Kosten ist beim Streit ums Erbe zu rechnen?

Wie hoch die Kosten für ein Gerichtsverfahren ausfallen, hängt wesentlich von der Höhe des Erbes ab. Beträgt der Nachlasswert beispielsweise eine Million Euro, können auf die im Prozess unterliegende Partei schnell Kosten von mehreren zehntausend Euro zukommen. 

Prozesskostenrechner im Internet geben Verbrauchern einen Überblick darüber, mit welchen Gebühren sie je nach Streitwert zu rechnen haben. Beispiel: Bei einer Streitsumme von 500.000 Euro und jeweils einem Mandanten sowie Gegner liegen die Kosten für Anwalt und Gericht für den Prozessverlierer in erster Instanz bei rund 30.000 Euro.

Kosten der Erstberatung zum Erbrecht werden übernommen

Erben ist nicht immer leicht. So können unterschiedliche rechtliche Probleme auftreten, etwa wenn Betroffene 

  • das Testament anfechten
  • die Erbschaft annehmen oder ausschlagen 
  • den Pflichtteil als Erbberechtigten geltend machen wollen. 

Im besten Fall bieten Rechtsschutzversicherungen bei solchen und anderen Erbrecht-Fragen die Erstattung der Erstberatungskosten. Wer sich beispielsweise bei der Erstellung des Testaments von einem Anwalt erstmals beraten lässt, kann ebenso die Kosten von der Versicherung erstattet bekommen wie die Ausgaben für eine notarielle Beglaubigung. Im Zweifel sollte jedoch im Vorfeld mit dem Anbieter darüber gesprochen werden, ob ein Leistungsfall tatsächlich vorliegt. 

Gibt es Anbieter von Rechtsschutzversicherungen mit Erbrecht?

Ob es auch Rechtsschutzversicherungen gibt, die bei Erbrecht über die Erstberatung hinaus Leistungen anbieten, lässt sich nur mit einem individuellen Angebot herausfinden. In den Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung sind zumindest keine entsprechenden Vereinbarungen vorgesehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Versicherungsgesellschaften von diesen Standardbedingungen nicht abweichen dürfen und sich so durch spezielle Angebote von der Konkurrenz absetzen. Daher ist es durchaus möglich, dass es Rechtsschutzversicherer gibt, die die Kosten übernehmen, wenn der Erbstreit vor Gericht ausgetragen oder außergerichtlich beigelegt wird.

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