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Private Krankenversicherung im Test

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Zuletzt aktualisiert: November 2021

Private Kranken­versicherung im Test: Welche Anbieter überzeugen 2021?

Eine gute private Kranken­versicherung (PKV) bietet ein erstklassiges Leistungsniveau, auf das sich Versicherte in jeder Lebenslage verlassen können. Dabei sollte die Absicherung im Vergleich zu anderen Anbietern nicht zu teuer sein. Gerade beim Preis sind die Unterschiede jedoch groß, wie verschiedene Tests zu privaten Krankenversicherung zeigen.

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Private Kranken­versicherung: Aktuelle Testsieger 2021

Die private Kranken­versicherung bietet für jeden Interessierten das passende Leistungsniveau. Je nach Umfang der Versicherungs­leistungen können Verbraucher einen Grund-, Standard- oder Topschutz vereinbaren.

Welche Anbieter eine sehr gute private Krankenversicherung bieten, hat 2021 unter anderem das Handelsblatt und Focus-Money in einem Test ermittelt. Im vergangenen Jahr wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, an deren Testsiegern sich Interessierte ebenfalls orientieren können.

Achtung:

„In keinem anderen Versicherungsbereich ist ein Preis- und Leistungsvergleich so schwierig“ wie in der PKV, sagt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie rät daher dazu, sich „Angebote immer bei bestehendem Krankenversicherungsschutz und ohne Zeitdruck einzuholen.“

Private Kranken­versicherung im Vergleich beim Handelsblatt 2021

Im Mai 2021 ließ das Handelsblatt mit Unterstützung von der Ratingagentur Franke und Bornberg mehrere Versicherer für die private Krankenversicherung in einem Test analysieren. Die Tarife wurden in verschiedene Kategorien eingeordnet. Entscheidend ist dabei der Leistungsumfang. Eine private Krankenversicherung bietet einen sogenannten Standardschutz, wenn diese die Erstattung von

bietet. Leistet der Tarif weniger, gehört er in die Kategorie Grundschutz. Damit liegt er in etwa auf dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkasse.

Ein Tarif mit Topschutz sichert zusätzlich die Kostenerstattung beim Heilpraktiker, für ein Einbettzimmer, Implantate und mindestens 80 Prozent der Zahnersatzkosten.

Das Gesamtergebnis setzt sich beim Handelsblatt zu 50 Prozent aus der Bewertung der Leistungen, zu 30 Prozent aus der des Beitrags und zu 20 Prozent aus der Finanzkraft zusammen.

Im Bereich Topschutz überzeugen:

  • Continentale „Premium, SP1“
  • Arag „MedBest“
  • Hallesche „NK.Bonus, URZ“
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse „GesundheitsVario, Vario AmbulantPlus, Vario KlinikPlus, Vario ZahnPlus
  • Deutscher Ring (Signal Iduna) „Comfort+, PIT“
  • AXA „Vital300-U, Prem Zahn-U, KHT-U/50“
  • HanseMerkur „AZP, EGO, PS3, PSV“

Im Vergleich zum Vorjahr fallen R+V, Debeka, uniVersa und Süddetsuche aus der Spitzengruppe heraus. Neu dazu kommen die Tarife der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und von Continentale.

Private Krankenversicherung bei Stiftung Warentest im Test

Die Stiftung Warentest zählt zu den angesehensten Institutionen. Ihre Tests und die Ergebnisse sind daher häufig Grundlage bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter. Nach fünfjähriger Pause hat die Stiftung Warentest im Oktober 2019 wieder einen Vergleich der privaten Krankenversicherung veröffentlicht.

Mehr als 100 Tarife hat die Verbraucherinstitution in Bezug auf deren Preis-Leistungs-Verhältnis überprüft. Dieses floss zu 80 Prozent in das Gesamtergebnis. Für die Leistungen legte die Stiftung Warentest Mindestanforderungen fest:

  • Freie Arzt- & Klinikwahl
  • Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung
  • 30 Tage stationäre Psychotherapie beziehungsweise 50 ambulante Sitzungen bis zu 70 Prozent Kostenübernahme
  • Honorar für Ärzte bis zum Höchstsatz (3,5-facher)
  • 90 Prozent Zahnbehandlung
  • 65 Prozent Zahnersatz
  • 75 Prozent Heil- und Hilfsmittel

Zusätzlich wurden unterschiedliche Zusatzleistungen bewertet wie die Erstattung von Sehhilfen oder Heilpraktikerleistungen. Auf diese Weise wurden private Krankenversicherungen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus gegenüberstellt. Die Tarife wurden daher von A bis C gruppiert, wobei A für einen sehr hohen Leistungsumfang steht. Eine PKV mit C-Niveau spiegelt ein mittleres Niveau wieder, das allerdings noch über dem der gesetzlichen Krankenversicherung liegt.

Die restlichen 20 Prozent der Gesamtbewertung entfielen auf die Beitragsentwicklung, wobei die Kosten für einen 35-Jährigen berechnet wurden. Je stabiler die Beiträge für Neukunden in den letzten sechs Jahren gewesen sind, desto besser wurde die private Krankenversicherung bewertet.

Die PKV-Testsieger der Stiftung Warentest

Im Vergleich zum letzten PKV-Test Ende 2014 finden sich unter den Top-Tarifen alte Bekannte wieder. Für Angestellte schneidet nur ein Angebot mit einer sehr guten Bewertung ab. Er kommt vom regionalen Anbieter Provinzial Hannover (Tarif „VKA+u, KHPnu, KHUnu, KTG-A 6“). Der Versicherer zählte auch vor fünf Jahren zu den Testsiegern. Seine private Krankenversicherung spiegelt ein C-Leistungsniveau wider.

Hinter dem Testsieger platziert sich die Signal Iduna mit zwei Tarifen der Kategorie B: „Exklusiv 1, Pro 043v“ und „Komfort-Plus 1, Pro 043v“. Die drei Tarife kosten zwischen 431 Euro und 518 Euro im Monat.

Für Selbstständige erhält keine private Krankenversicherung ein sehr gutes Finanztest-Urteil. Das beste gute Angebot kommt von Signal Iduna („Exklusiv 2, Pro 043v“, Leistungsumfang B) für 457 Euro im Monat bei 960 Euro Selbstbeteiligung. Dahinter landet die Provinzial Hannover („VKSu, KHPnu, KHUnu, KTG-S 6, C-Niveau) für 442 Euro monatlich und 900 Euro Selbstbehalt. Bester A-Tarif ist „QMP 600 U, TFN 42“ von Inter für 577 Euro (600 Euro Selbstbeteiligung).

Weitere Testsieger im Vergleich 2021 von Focus-Money

Im Herbst 2021 ließ das Wirtschaftsmagazin Focus-Money verschiedene PKV-Tarife hinsichtlich ihrer Leistungen und Kosten (Ausgaben 40, 41 und 42 2021) testen. Diese wurden den drei Kategorien Top-, Standard- und Grundschutz zugeordnet.

Wie beim Handelsblatt arbeitete Focus-Money mit Franke und Bornberg zusammen. Die Bereiche Leistungen, Beitrag und Finanzstärke werden jedoch anders gewichtet. Statt 50/30 fließen Leistungsumfang und Beitragshöhe mit jeweils 40 Prozent gleich stark in das Gesamtergebnis ein. Beim Handelsblatt haben die Leistungen etwas mehr Einfluss auf die Testergebnisse.

Die folgende Tabelle zeigt die Top-Tarife mit hervorragender Bewertung in den jeweiligen Kategorien. Eine sehr große Auswahl haben Interessierte demnach bei privaten Krankenversicherungen mit Top-Schutz.

Klassik-SchutzAusgewogener SchutzTop­-Schutz
Debeka „NW“Arag „K, FlexiPro“Hallesche „NK.2, URZ“
AXA „EL Bonus-U, Komfort Zahn-U, KUR-U/100”Allianz „AktiMedPlus90P (AMP90PU)“Debeka „NC, N“
HanseMerkur „KVS1, KUT/100“AXA „ActiveMe-U, Kompakt Zahn-U“Alte Oldenburger „A 80/100, K20, K/S, Z 100/80, KUR/100“
UKV/Bayerische Beamten „GesundheitVario, Vario AmbulantPlus, Vario KlinikPlus, Vario ZahnPlus“
Arag „MedBest“
Süddeutsche „AM30, NH, S1, Z9“
Deutscher Ring „Comfort+, PIT“
AXA „Vital300-U, Prem Zahn-U, KHT-U/50“
DKV „BMK1, BMKD, BMZ1“
HanseMerkur „AZP, EGO, PS3, PSV“

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es deutliche Veränderungen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass das Wirtschaftsmagazin nach einem Jahr Pause wieder mit seinem gewohnten Partner für den PKV-Vergleich zusammenarbeitet hat. Stellt man die 2021-Ergebnisse mit denen von 2019 gegenüber, ergeben sich deutlich weniger Verschiebungen.

So erzielten auch vor zwei Jahren die Tarife von Debeka, AXA und HanseMerkur beim Klassik-Schutz eine hervorragende Bewertung. Beim ausgewogenen Schutz waren Allianz und AXA ebenfalls vorn. Arag hat sich nun in die Spitzengruppe vorgearbeitet. Beim Top-Schutz gibt es die größten Veränderungen. Vor zwei Jahren erzielte lediglich Hallesche eine hervorragende Bewertung. Nun sind es zehn Versicherer mehr. Hier scheinen die Anbieter deutlich an ihrem Preis-Leistungs-Mix gearbeitet zu haben.

Preislich unterscheiden sich die untersuchten Tarife teils erheblich. Im Grundschutz variiert der monatliche Beitrag der untersuchten Kranken­versicherungen beispiels­weise zwischen 201 Euro und 310 Euro für einen Angestellten. Beim Topschutz beläuft sich die Spanne auf 324 Euro bis 424 Euro.

In der Vergangenheit hat der PKV-Test auch die Höhe der Beitragsrückerstattungen erfasst, die Versicherte erhalten, wenn sie innerhalb eines Jahres keine Leistungen ihrer Versicherung beanspruchen. Hier zeigen sich ebenfalls große Unterschiede. Während manche Anbieter keine oder nur geringe Rückerstattungen von wenigen hundert Euro vorsehen, zahlen andere über 2.000 Euro zurück.

Empfehlenswerte private Kranken­versicherungen für Selbstständige und Angestellte

Einen weiteren Vergleich der privaten Kranken­versicherungen hat das Analysehaus Morgen & Morgen für die WirtschaftsWoche im September 2020 erstellt. Hierbei wurden die Tarife hinsichtlich des Leistungsniveaus und der Beitragshöhe bewertet. Als Musterkunde wurden ein 37-jähriger Arbeitnehmer und ein 30-jähriger Selbstständiger herangezogen.

Die Tester zogen generell nur die Tarife für die Untersuchung heran, die aus Sicht des Analysehauses eine Vier- oder Fünf-Sterne-Bewertung erhalten und somit ein gewisses Leistungsniveau voraussetzen.

Für Angestellte und Selbstständige erreichen unterschiedlich viele private Krankenversicherungen im Test den ersten Rang.

Aktuelles zur Krankenversicherung

Weitere aktuelle PKV-Testsieger 2021

Während sich das Handelsblatt, die WirtschaftsWoche und die Stiftung Warentest auf konkrete Angebote der privaten Krankenversicherer konzentrieren, gehen manche Tester wie der Branchendienst Map-Report einen anderen Weg. Unabhängig von Tarifen und Kosten analysiert er, welcher Versicherer top aufgestellt ist.

Im Oktober 2021 untersuchten die Experten dazu 13 Versicherungsunternehmen anhand dieser drei Teilbereiche:

Acht Anbieter zur privaten Krankenversicherung erreichen die Höchstnote „mmm“, die für hervorragende Leistungen steht. Die Top 5 setzt sich dabei zusammen aus:

✓ Debeka
✓ Signal Iduna
✓ LVM
✓ R+V
✓ VGH Provinzial

Ebenfalls mit hervorragend wurden SDK, Alte Oldenburger und Allianz bewertet. 2020 glänzten ebenfalls diese acht Versicherer. Im Vergleich zu 2021 ergeben sich jedoch einige Verschiebungen. So rückt Signal Iduna auf den zweiten Rang vor, Provinzial rutscht auf Platz 5 ab.

Die Debeka verteidigt zwar zum wiederholten Mal die Spitzenposition, lässt dieses Jahr allerdings einige Punkte liegen. Von 100 möglichen erreicht die privaten Krankenversicherung im Vergleich von Map-Report nun 82,90 Punkte. Im Vorjahr waren es noch 88,30.

Im Dezember 2020 blickte auch das Institut für Finanz und Vorsorgeplanung (IVFP) auf die Unternehmensqualität der PKV-Versicherer. Kernbereiche der Analyse waren Stabilität, Sicherheit, Markterfolg beziehungsweise Kundenzufriedenheit und Ertragskraft. Fünf Mal vergeben die Experten die Bestnote.

Beim PKV-Vergleich vom Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) im Oktober 2021, ebenfalls zur Qualität der Unternehmen, erreichen gleich zwölf Anbieter die beste Bewertung. Das sind fünd mehr als im Vorjahr. Zwölf weitere Versicherer sind nach Analyse der Teilbereiche Substanzkraft, Service und Produktqualität gut.

Private Kranken­versicherung: Top-Tarife für Beamte

Welche private Kranken­versicherung für Staatsdiener eine gute Wahl darstellt, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg einerseits für das Handelsblatt ermittelt, andererseits für Focus-Money (Ausgabe 44 2021).

In der Untersuchung des Handelsblattes im Mai 2021 wurden die privaten Krankenversicherungen anhand ihrer Leistungen (50 Prozent der Gesamtnote), ihrer Kosten (30 Prozent) und ihrer Finanzstärke (20 Prozent) beurteilt. Zwölf Tarife überzeugen dabei und sind aus Sicht der Tester sehr gut, darunter:

VersichererTarif­nameMonat­liche Kosten
Nürn­bergerBK30, BK21, BS230, BS221, BE250,22 Euro
DebekaB30, B20K, WL30, WL20K, BC295,49 Euro
LVMAB30, AB20E, SB2/30, SB2/20E, ZB30, ZB20E, EB1274,18 Euro

Im Vorjahr vergab das Handelsblatt elf Mal die Bestnote. Damals bereits mit dabei waren unter anderem Nürnberger, UKV, BBKK, Debeka und LVM.

Testsieger für Beamte von Stiftung Warentest

Beim PKV-Test der Stiftung Warentest im Oktober 2019 erreichen zwei private Krankenversicherungen ein sehr gutes Ergebnis:

  • Concordia „BV20, BV30“
  • LVM „AB 20E, AB 30, SB 2/20E, SB 2/30, ZB 20E, ZB 30“

Das Angebot der Concordia gehörte auch beim letzten Test der Verbraucherorganisation zu den Testsiegern. Beide Tarife stehen für ein hohes Leistungsniveau. Wer sich einen sehr hohen Leistungsumfang wünscht, findet bei Alte Oldenburger eine mit gut bewertete private Krankenversicherung („A 30, AA20, K 330, K 530, KK 32, KK 52, Z 30, ZZ 20“).

Die Kosten für die Testsieger liegen zwischen 209 Euro und 232 Euro im Monat. Bei Alte Oldenburger werden 252 Euro fällig.

Da Beamte von der Beihilfe des Dienstherrn profitieren, finden sie in der privaten Krankenversicherung einen guten und günstigen Versicherungsschutz. Allerdings sollten auch sie vor Versicherungs­abschluss ein individuelles Angebot berücksichtigen.

Welcher PKV-Anbieter ist aus Sicht der Kunden besonders fair?

Bei der Wahl der privaten Krankenversicherung spielen für viele Interessierte die Erfahrungen, die andere Versicherte mit dem Anbieter gemacht haben, eine wichtige Rolle. Das Magazin Focus-Money prüfte daher im Januar 2021 mit dem Analysehaus Service Value, welcher Krankenversicherer bei der Schadenregulierung am fairsten ist.

Dazu wurden über tausend Kundenurteile gesammelt. Die Versicherten beurteilten beispielsweise, ob sich ihr Anbieter an Leistungszusagen gehalten hat. Von den 31 untersuchten Anbietern sind acht den Erfahrungen der Kunden zufolge sehr gut, etwa:

✓ Allianz
✓ Debeka
✓ Arag
✓ DKV
✓ R+V
✓ SDK
✓ Signal Iduna

Individuell sinnvolle private Krankenversicherung finden

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet die private Krankenversicherung ein Maximum an Flexibilität. Statt Einheitsleistungen zu bekommen, legen Versicherte ihren Leistungsrahmen selbst fest. Diese Freiheit führt jedoch dazu, dass sich die Krankenversicherungen nur schwer vergleichen lassen. Darüber hinaus tragen individuelle Faktoren dazu bei, dass die meisten Tests zur privaten Krankenversicherung eine Momentaufnahme für einen bestimmten Musterkunden darstellen.

Um eine passende private Krankenversicherung zu finden, ist es daher sinnvoll, sich auf ein persönliches Angebot zu verlassen. Mit der Unterstützung eines Fachmannes haben Interessierte einen Experten an ihrer Seite, der sich auf dem Markt und mit Stolperfallen auskennt.

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