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Türschlösser im Test: 60 Prozent der Türsicherungen fallen durch

Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Türschlösser Test überprüft, welches Sicherungssystem das Heim am besten vor Einbruch schützt. Das ernüchternde Fazit: Mehr als 50 Prozent der Sicherungen sind mangelhaft. Doch selbst mit einem sehr guten System gibt es den 100%-igen Schutz nicht. Gut, dass sich Verbraucher zusätzlich vor Diebstahl absichern können.
Stiftung Warentest: Viele schlechte Sicherungen beim Türschlösser Test
Türschlösser Test: 9 von 15 Türsicherungen sind mangelhaft

Im aktuellen Türschlösser Test der Stiftung Warentest wurden 15 nachrüstbare Türsicherungen überprüft, mit denen Verbraucher bereits eingebaute Türen zusätzlich absichern können (test-Ausgabe 2/2016). Dabei gibt es verschiedene Systeme, die sich in Bauart und Funktionsweise unterscheiden. Die Türen können beispielswiese mit Querriegeln oder Stangen abgesperrt werden. Alternativen sind Bandsicherungen für die Scharnierseite oder Kastenzusatzschlösser zur Verstärkung der Schlossseite der Tür. Gerade diese Zusatzschlösser entpuppen sich im Test aber als ungeeignet. Alle getesteten Kastenzusatzsicherungen fallen mit einem „mangelhaft“ durch. Auch bei den anderen Systemen gibt es Verlierer.

Große Unterschiede beim Türschlösser Test: 3 sehr gut, 9 mangelhaft   

Der Türschlösser Test zeigt vor allem eins: Obwohl es sehr gute Sicherungssysteme am Markt gibt, ist die Gefahr groß, Geld für wenig zusätzlichen Schutz auszugeben. Denn 60 Prozent der getesteten Produkte, also 9 von 15 Angeboten, können in der Untersuchung nicht bestehen und erzielen nur ein „mangelhaft“ – trotz Preisen von teilweise über 450 Euro. Während die Kastenzusatzschlösser gänzlich versagen, gibt es bei den anderen Sicherungssystemen aber jeweils mindestens ein gutes oder sehr gutes Produkt. Wie viel Geld Verbraucher für diese Modelle ausgeben müssen, unterscheidet sich erheblich. Je nach Art des Systems und abhängig vom Anbieter kosten die guten und sehr guten Sicherungen zwischen 40 und 695 Euro.

Sehr gute Türsicherungen im Test:

Bandsicherungen

  • Ikon 9M08 (78 Euro)
  • Abus TAS 112 (40 Euro)

Querriegelschloss

  • Abus PR2700 (200 Euro)
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Zusätzlich zum Einbruchschutz: Wertsachen absichern

Selbst mit einer sehr guten Türsicherung lässt sich ein Einbruch nicht vollständig ausschließen, zumal sich Einbrecher auch über Fenster Zutritt zu den Wohnräumen verschaffen können. Deshalb ist es ratsam, sich gegen die finanziellen Folgen eines Einbruchdiebstahls abzusichern. Eine Hausratversicherung kommt nicht nur bei Schäden durch Feuer oder Leitungswasser auf. Sie zahlt auch bei Einbrüchen für gestohlenen bzw. beschädigten Hausrat und kommt sogar für Vandalismus und die Kosten einer neuen Tür auf, wenn die alte vom Einbrecher aufgehebelt und das Schloss zerstört wurde.

Wer eine leistungsstarke und günstige Hausratversicherung sucht, sollte wissen, dass es unzählige Angebote auf dem Versicherungsmarkt gibt. Deshalb gibt es auch immer wieder Hausratversicherung Tests, die die verschiedenen Tarife genau unter die Lupe nehmen. Welche Police sich für den persönlichen Schutz am besten eignet, hängt auch von individuellen Faktoren wie dem Wohnort oder der Wohnungsgröße ab. Alternativ zu den verschiedenen Untersuchungen kann ein Hausratversicherung Vergleichsrechner bei der Auswahl helfen.