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Zahnzusatzversicherung im Test: Welche Tarife punkten im aktuellen Vergleich?

Schmerzen die Zähne, wird es für Zahnarztpatienten oft teuer. Denn die Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz und Co. nur einen Bruchteil der Kosten. Eine gute Zahnzusatzversicherung schützt Versicherte jedoch vor den hohen Ausgaben beim Zahnarzt. Welche Tarife dazu bestens geeignet sind, zeigen Vergleiche wie der aktuelle Test von Stiftung Warentest.

Zahnzusatzversicherung im Test bei Stiftung Warentest: Aktuelle Testsieger für 2018

Muss der Zahnarzt eine Füllung setzen, entscheiden sich Patienten oftmals für eine zahnfarbene Kunststofffüllung statt für den auffälligen Klassiker Amalgam. Doch da die gesetzliche Krankenkasse nur einen Festzuschuss für Zahnbehandlungen übernimmt, zahlen Versicherte den Großteil der Rechnung selbst.

Während es bei Füllungen noch um verkraftbare Summen geht, wird die Behandlung bei Zahnersatz teuer. Laut der Stiftung Warentest decken die Leistungen der Krankenkasse oft nur zehn bis 20 Prozent der tatsächlichen Kosten ab. Nicht selten tragen Zahnarztpatienten dann Ausgaben im drei- bis vierstelligen Bereich.

Personen, die nicht auf dem Restbetrag sitzen bleiben wollen, können diesen mit einer Zahnzusatzversicherung abfedern. Dem neuesten Test der Verbraucherorganisation zufolge gibt es eine Reihe von Tarifen, mit denen sich Versicherte nie wieder Sorgen um eine hohe Zahnarztrechnung machen müssen.

Schon kleine Behandlungen beim Zahnarzt können teuer werden

220 Zahnzusatzversicherungen im Vergleich: Welcher Tarif überzeugt?

Die Stiftung Warentest hat für das Magazin Finanztest (Ausgabe 05/2018) 220 Angebote zur Zahnzusatzversicherung einem Vergleich unterzogen. Fast ein Drittel der Tarife erreicht dabei eine sehr gute Bewertung. Allerdings stellt auch jede fünfte Versicherung in den Augen der Tester lediglich einen befriedigenden oder ausreichenden Schutz dar.

Die Experten konzentrierten sich bei der Untersuchung ausschließlich auf die Leistungen der Zahnzusatzversicherungen. Dabei untersuchten sie die Kostenerstattung für Inlays und Implantate, bei der Regel- und der Privatversorgung sowie die Höhe der jährlichen Leistungsobergrenzen. Den Monatsbeitrag für die entsprechende Zahnzusatzversicherung hat der Test zwar ermittelt. Dieser blieb aber beim Gesamtergebnis außen vor. Dabei wurde der Beitrag für einen 43-jährigen Modellkunden berechnet.

Achtung: Die Versicherer berechnen die Kosten für die Zahnzusatzversicherung auf zwei Arten. Entweder sie setzen einen niedrigen Beitrag bei Vertragsbeginn an, der mit dem Alter steigt. Oder sie wählen einen höheren Monatsbeitrag, der über die Jahre vergleichsweise stabil bleibt (Angebote mit sogenannten Altersrückstellungen). Um die unterschiedlichen Tarife miteinander zu vergleichen, weist die Stiftung Warentest in ihrem Test einen Durchschnittsbeitrag bis zum Alter von 73 Jahren aus.

Die Testergebnisse

70 Angebote zur Zahnzusatzversicherung überzeugen im Vergleich und erhalten das Finanztest-Qualitätsurteil „sehr gut“. Die Tabelle zeigt die am höchsten eingeschätzten Versicherer mit ihren jeweils am besten bewerteten, günstigsten Tarifen.

Anbieter Tarif (Note) Monatliche Kosten im Schnitt
Die Bayerische „Zahn Prestige“ (0,5) 58 Euro
DFV „ZahnSchutz Exklusiv 100“ (0,5)    56 Euro
HanseMerkur „EZL“ (0,5) 60 Euro
DKV „KombiMed KDTP100“ (0,6) 54 Euro
ARAG „Dent100“ (0,8) 74 Euro
Hallesche „DentZE.100“ (0,8) 38 Euro
Bayerische Beamten­krankenkasse/ UKV „ZahnPrivat Premium“ (1,0) 56 Euro
ERGO Direkt „ZAB + ZAE + ZBB“ (1,0) 40 Euro
Münchener Verein „571 + 572 + 574“ (1,0) 47 Euro
R+V „Zahn Premium (Z1U)“ (1,0) 53 Euro

Quelle: Finanztest 05/2018

Bei den ersten sechs Tarifen liegt die Kostenerstattung für die von der Stiftung Warentest herangezogenen Modellfälle inklusive des Festzuschusses der Krankenkasse bei 100 Prozent. Einige Zahnzusatzversicherungen bieten zudem Extraleistungen wie die Übernahme der Ausgaben für eine professionelle Zahnreinigung.

Dabei geben Interessierte je nach Anbieter mehr oder weniger Geld für den Kostenschutz bei Zahnersatz aus. Um den persönlich besten Mix aus Preis und Leistung zu finden, empfiehlt sich daher ein unverbindliches Angebot zur Zahnzusatzversicherung.

Zahnzusatzversicherung im Vergleich bei Focus-Money

Auch das Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg für die Ausgabe 15/2018 insgesamt 227 Zahnzusatzversicherungen überprüft. Die Bewertung setzt sich hierbei zu 70 Prozent aus der Leistungsanalyse und zu 30 Prozent aus dem Preis zusammen.

Mit Continentale und dem Tarif „CEZP-U“ überzeugt nur ein Anbieter mit einer hervorragenden Bewertung. Zum Vergleich: Beim Test in der Finanztest erreicht die Zahnzusatzversicherung zwar auch ein sehr gutes Finanztest-Qualitätsurteil. An der Spitze des Rankings platzieren sich jedoch andere Anbieter.

Weitere 17 Versicherer stellen laut der Untersuchung eine sehr gute Wahl für die Absicherung gegen hohe Zahnersatzkosten dar. Zehn von ihnen erreichen bei der Leistungsbewertung die Note 1,0. Diese sind:

Allianz – „DentalBest (DB02)“
ARAG – „Z100“
AXA – „Dent Premium-U“
DEVK – „ET-G, Z-G5, IZ-G, D-G2“
Die Bayerische – „Zahn Komfort“
DKV – „KDT85, KDBE“
ERGO-Direkt – „ZBB, ZAB, ZAE, ZBE“
Janitos – „JA dental max“
Signal – „ZahnTop“
Stuttgarter – „ZahnPremium Z4“

    Preislich liegen unter anderem Landeskrankenhilfe („Z 50E“) und Debeka („E70plus“) vorne. Die Untersuchung von Focus-Money verdeutlicht daher, dass sich je nach Wunsch an die Zahnzusatzversicherung (günstiger Preis oder hohe Leistungen) unterschiedliche Versicherer empfehlen. Interessierten ist aus diesem Grund zu raten, neben den Testsiegern weitere Zahnzusatzversicherungen bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen.

    Weitere Testsieger zur Zahnzusatzversicherung im Überblick

    Auch das €uro-Magazin hat im Oktober 2017 fast 70 Tarife zur Zahnzusatzversicherung untersucht. Diese wurden sowohl anhand unterschiedlicher Modellkunden (20, 40 und 60 Jahre alt beim Vertragsabschluss) als auch verschiedener Leistungsbereiche (Premium und Komfort) überprüft. Komforttarife erstatten mehr als 60 Prozent der Zahnarztkosten, Premiumtarife mehr als 80 Prozent.

    Abhängig von den Leistungen bei Zahnersatz, Implantat, Inlay, Zahnbehandlung, professioneller Zahnreinigung und Kieferorthopädie sowie von der monatlichen Prämie ergeben sich je nach Musterkunde unterschiedliche Testsieger für die Zahnzusatzversicherung.

    Am häufigsten finden sich die folgenden Tarife an der Spitze wieder:

    Premium  
    Ohne Altersrückstellung Mit vergleichsweise stabilen Beiträgen
    Direkte Leben – „ZahnKomfort Z1“ ARAG – „Z50/90“
    Inter – „Z90 + Zpro“ Allianz – „ZahnBest mit ZahnFit“
    Münchener Verein – „Deutsche Zahnversicherung Premium Schutz“ Central – „PlanZ1“
    Komfort  
    BBKK – „Zahn Privat Komfort“ R+V – „Zahn comfort, ZahnVorsorge“
    Inter – „Z80 + Zpro“ Allianz – „ZahnPlus mit ZahnFit“
    Union – „Zahn Privat Komfort“ Gothaer – „MediDent + MediProphy Basis“

    Quelle: €uro 11/2017

    Jetzt persönlich beste Zahnzusatzversicherung finden

    Früher oder später braucht jedes Gebiss Zahnersatz. Wer für die Zahnarztrechnung die eigene Haushaltskasse nicht überstrapazieren oder nicht auf Rücklagen zurückgreifen will, entscheidet sich für eine Zahnzusatzversicherung.

    Dabei muss jeder selbst entscheiden, ob nur Zahnersatz oder auch Zahnbehandlungen, etwa eine Wurzelbehandlung, und andere Leistungen wie eine professionelle Zahnreinigung vom Versicherer erstattet werden sollen. Entsprechend schwanken die monatlichen Kosten für den Schutz. Selbst bei gleichem Leistungsniveau unterscheiden sich die Anbieter im Preis immens. Ein unverbindliches Angebot hilft hier, gute von schlechten Tarifen zu trennen und eine Zahnzusatzversicherung zu finden, mit der Versicherte für lange Zeit zufrieden sind.

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